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Schottland

liegt im Norden der britischen Hauptinsel und ist etwa 78 764 km² groß, wobei die größten Ausdehnungen auf der Längs-Achse 441 km und die maximale Breite 246 km betragen. Bedingt durch die vielen Fjorde liegen die meisten Orte kaum mehr als 80 km zur nächsten Küste entfernt.
Etwa 4,5 % des Landes, also 3096 km², sind Gewässer. Um genau zu sein, 1732 Lochs wurden gezählt. ("Loch" = See)
Geprägt wird das schottischen Stammland durch die Grampian Mountains und den Highlands. Der höchste Berg ist Ben Nevis bei Fort William mit 1343 m über NN.
Nicht zu vergessen sind die großen Inselgruppen Orkney und Shetland im Norden sowie die Inner- und Outerhebrides an der Westküste mit einer gesamten Fläche von 894 km².

Den heutigen Namen erhielt "Scotland" von dem im 5. Jahrhundert aus Irland eingewanderten Keltenstamm "Scots". Des weiteren wird nicht selten der Name "Caledonia" verwendet, welcher von den ehemals ansässigen Stamm, der Caledonier abgeleitet wurde.

Heute leben gut 5 Millionen Einwohner in Großbritanniens Norden, wobei die Verteilung sehr unterschiedlich ist: Rund drei Viertel der Bevölkerung leben in den zentralen Lowlands und in der Industrieregionen Glasgow und Edinburgh. Die Bevölkerungsdichte beträgt hier um die 250 bis 500 Einwohner pro km².
Die übrigen wohnen überwiegend in den Küsteregionen der Uplands, den Highlands und der Inselngruppen. Weite Landstriche der zentralen Highlands und der Uplands sind unbewohnt. Deswegen wohnen dort nur noch etwa 8 Einwohner pro km². (BRD etwa 250 Einwohner pro km²) Nach wie vor hält die Landflucht, von wenigen Ausnahmen abgesehen, unvermindert an.

Knapp die Hälfte der Schotten gehört der Church of Scottland an, welche 1560 durch John Knox gegründet wurde. Diese synodalpresbyteranisch organisierte reformierte Kirche hat den Status einer Staatskirche und besteht aus sich selbstverwaltenden Gemeinden und einer jährlich in Edinburgh tagende General Assembly.
Weiterhin existieren eine römisch-katholische Kirche mit zwei Erzdiözesen und andere Gemeinden der Baptisten, Kongregationalisten und Methodisten.

Das Klima ist bedingt durch den Ozean und den Golfstrom nebel- und niederschlagsreich, wobei die Ostküste trockener ist als die Westküste. Im Jahr werden etwa 700 mm bis 3000 mm Niederschlag gemessen, der meist als Nieselregen fällt.
An der Westküste und den vorgelagerten Inseln kommen häufig starke Stürme dazu. Allgemein sind die Winter mit etwa 3 bis 4 Grad Celsius eher mild und die Sommer mit 12 bis 14 Grad Celsius kühl. Der Temperaturunterschied Winter-Sommer beträgt etwa 8 bis 9 Grad Celsius.

Durch das feuchtkalte Klima bedingt, findet man vor allem in den Highlands viele Heidesträucher, Moore und Weiden. Auch die Tierwelt zeugt vom Artenreichtum: Zu nennen wären bei den Säugetieren insbesondere Rotwild, Dammwild, Füchse, Dachse, Hasen, Kaninchen, Marder und Wildkatzen. Für landwirtschaftliche Zwecke werden Highland Cattles und die Galloways sowie zahllose Schafe gehalten.
Im schottischen Himmel sind unter anderem folgende Vogelarten heimisch: Bussarde, Turm- und Wanderfalken, Milane, Kohlraben, Steinadler, Birkhuhn, Moorhuhn, Schneehuhn und der Auerhahn.
An den Küstengebieten sind zu dem u.a. folgende Seevögel anzutreffen: Silbermöve, Dreizehnmöve, Fluss- und Küstenschwalben, Pfeif- und Spießenten, Sturmtaucher, Trottellumme, Basstölpel, Kormorane, Eissturmvogel und der Papageientaucher. Die größten Kolonien befinden sich auf der schwer zugänglichen, felsigen St.-Kilda-Inseln etwa 70 km westlich von den Outer Hebrides.
Für den Lachs- und Forellenreichtum sind die Gewässer der Up- und Highlands bekannt, in den Küstengewässer tummeln sich u.a. Lachse, Heringe, Schollen, Delphine, Kleinwale, Seehunde und Robben.
Ach ja, Nessie, das berühmte Seemonster vom Loch Ness, ist wahrscheinlich über den Caledonien Canal in die Nordsee geflüchtet.

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Stand: 18. Aug 1998 // Schinderhannes online / Übersicht / Erinnerungen / erinn-17.htm -