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- 15. bis 20. Juni 1999 -
Unter dem Motto "Ihr seid das Salz der Erde" hatten sich auch diesem wieder einige Pfadis aus dem Stamm Schinderhannes zusammengefunden, um als fleißige Helfer in der Zeit vom 15. bis zum 20. Juni Stuttgart unsicher zu machen.
Nach einer einunddreiviertel stündiger Zugfahrt
kamen wir in Stuttgart HBF an und fanden dank des ortskundigen Lars recht
schnell zum Quartier 165. Es entpuppte sich als eine Schule mit
dazugehörigen Schwimmbad und einer klasse Quartierleitung.
(Frühstück mit open end und Kaffeeservice um 4.00 Uhr nachts
inbegriffen!!!)
Am nächsten Tag um 7.00 Uhr rafften wir uns auf, und fuhren per S-Bahn zum neuen Schlossplatz, wo wir, angesichts der riesigen Grünfläche, die wir mit weißen, wabenförmigen Platten zulegen sollten, den ersten Schock des Tages bekamen.
Auch die Hamburger und Mannheimer Absperrgitter, die wir zusammen mit den Jugenschaftlern der Grenzlandfahrern aus Wiesbaden aufbauen (und unzählige Male wieder abbauen) mussten, waren von Anfang an nicht gern gesehen.
Abends galt es dann, begeisterte Horden
während des Eröffnungsgottesdienstes am Stürmen der Bühne
zu hindern , und während zwischen drin nett in die Fernsehkameras zu
Lächeln.
Ziemlich k.o. schlichen wir an diesen Abend an den 450 Tonnen schweren, aufgeschütteten Salzkegel vorbei. Dieser Berg wurde jeden Abend und sobald eine Regenwolken am Himmel zeigte, von fleißigen Helferlein zugedeckt und war von unserem "Einsatzort" aus ein typisches Panorama.
In den nächsten Tagen arbeiteten wir viel
und schliefen wenig. Fragen nach dem Weißen Saal, der Liederhalle und
den Toiletten konnten wir bald auswendig herunterleiern. Hamburger und Mannheimer
bestimmten unsern Tagesablauf und braune Lunchtüten sowie
Motivationshäppchen unserer THL´s wurden zu alltäglichen
Accessoires. Abends genossen wir kreischende Pur-Fans ("Hartmunt, Hartmunt!",
hielten Richard von Weizäcker vom Brötchenklau ab, oder trafen
andere VCP´ler bei "Ronny´s". Auch bei den Konzerten von Gerhard
Schöne und Pe Werner durften wir aufpassen, dass keiner die Gitter bestieg
oder unerlaubterweise den Backstagebereich betrat.
Während der gesamten Zeit auf dem neuen
Schlossplatz beneideten wir die armen Teufel, die später die weißen,
wabenförmigen Platten abbauen müssen... Aber wir hatten uns wieder
zu früh gefreut, denn es waren natürlich wir, die für diese
Arbeit eingesetzt wurden.
Den letzten Abend verbrachten wir zum Teil mit
viel Alkohol und noch mehr Kaffee , um zu vergessen, dass wir am nächsten
Morgen um 5.30 Uhr im Stadion sein mussten, um den Abschlussgottesdienst
zu überwachen. Zur Belohnung bekamen wir jedoch die
fernsehträchtigsten Plätze direkt vor der Bühne und konnten
z.B Glora Feidman hautnah miterleben.
Die Heimfahrt ging dann recht ereignislos über die Bühne und alle beteiligten Pfadis wankten todmüde ins heimische Bett.
Trotz unmenschlicher Arbeitszeiten und nerviger Events auf unserer Bühne war der Kirchentag 1999 wieder mal ein lohnendes Ereignis... Daher schließe ich mit einem dreifach donnernden "Alass ja!" und wir sehen uns wieder wenn es heißt: KiTa 2001-Frankfurt "Haltet den Mittelgang frei".