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Anm. der Red: Der VCP Landesverband Hessen hat im Jahre 1997 ein ehemaliges Kasernengelände in der Nähe von Usingen übernommen. Seit dem werden die Gebäude von einer Horde freiwilligen Helfern, der auch "Bautrupp" genannt wird, schrittweise für Pfadfinderzwecke umgebaut.
- 24. bis 26. März 2000 -
Klingt extrem langweilig, war es aber nicht.
Außerdem hat sich die LV doch recht klar und deutlich für den Doko ausgesprochen und dank dem lieben Marc habe ich auch noch Fotos. Deswegen mal ein Bericht von einem Bauwochenende.
Ja, also was ging ab ?
Für mich begann das Bauwochenende schon ein wenig früher. Denn multifunktional wie ich bin, hatte ich Donnerstag Abend eine Landesleitungssitzung in Bad Nauheim und ich fand es völlig überflüssig nach dieser noch zwei Stunden in den Öffis zu verbringen, um nach Hause zu fahren, nur um am nächsten Tag wieder zwei Stunden im den Zug nach Butzbach zu sitzen.
Also erwachte ich am Freitag in meinem Bett auf
dem DoKo und verblüffte die Zivis damit, dass ich tatsächlich schon
um 9.15 Uhr oder so aufstand. Na, eigentlich verblüffte ich damit nur
Potti. Vali war geschockt, als er eine Viertelstunde nach uns den Hof betrat
und wir schon bei der Arbeit waren!
Aber wer kann schon widerstehen, wenn er von einer Kettensäge angelacht wird ?
Irgendwann waren dann die Sägen und wir auch warmgelaufen. Die Sonne schien und die frisch geschärften Ketten fraßen sich blitzend durch das Holz. Es war eine Freude. Und weil es so eine Freude war, versuchten wir uns an etwas, dass schon seit zwei Jahren in den Köpfen rumspukte, jedoch immer die Zeit fehlte. Selbstgebaute Bänke für das Außengelände. Nach drei Stunden Bastelei war es vollbracht. Sie wurden gleich eingeweiht und für gut befunden !
Gegen Abend trudelte dann der Rest der Bande ein.
Und dieses Bauwochenende stand unter einem besonders
günstigen Stern. Denn zum Einen sorgte der Beschluss der Landesversammlung
für neue Motivation und zum anderen hatten wir zum ersten Mal seit
Ewigkeiten den Donnerskopf für uns. Völlig Ungestörtes Krach
machen ! Die Gelegenheit konnten wir nicht ungenutzt lassen. Und so machten
wir uns daran, im Keller des großen Hauses Fenster in die Räume
zu brechen, in denen Werkstätten für die Gruppen entstehen sollen.
Mit der schweren Hilti gegen die Wand, der Staub... Da kommt man gut ins
schwitzen, aber es macht einen riesen Spaß. Am Samstag Abend waren
dann zwei Fenster drin und wir alle voll in Fahrt. Da machten wir gleich
in den Räumen weiter, in die mal Sippenunterkünfte kommen sollen.
Eine Wand weg, ein Fenster raus... Wir wollten gar nicht mehr aufhören.
Kaum war Zivi Potti entschwunden, um den kleinen Hinsberger zu beaufsichtigen, beschlossen wir, dass nicht nur die zukünftigen Werkstätten, sondern auch die Dusche ein Fenster nötig haben. Gerd und ich hatten uns auch noch beim Kochen verkalkuliert und so kam es zu einer der beliebten Nacht - Aktionen.
Während im Keller sich Maitre Christof in
einem 3 Quadratmeter großen Raum voller Staub verausgabt, werden
draußen die Halogenfluter aufgebaut und Gerd hantiert mit ein paar
Kilo Geschnetzeltem in zu kleinen Pfannen. Ultra schräg.
Um 23.00 Uhr saßen wir dann endlich beim Essen. Das Loch war da, aber alle waren völlig erschlagen. Ja, der Bautrupp , das sind schon Spinner. Denn erst am Sonntag gegen 16.00 waren wir mit dem Putzen fertig. Scheiß Staub.
Wegen diesem einen Beschluss, haben wir (der Bautrupp, der Konvent, der Rat..) jetzt die Chance wieder etwas zu bewegen und das Warnamt dem Pfadfinderzentrum näher zu bringen. Und ich bin der festen Überzeugung, dass ihr das auf der kommenden LV auch sehen werdet.
Apropos: Hat einer von Euch noch gute Pfadi-Bilder, die man in den Fluren aufhängen kann ??
Peter Wolfermann