![]() |
![]() |
![]() |
1. bis 5. Juni 2001
Nach dem erfolgreichen Lagersaison- Start im Mai ging's vom 01.-05.06.2001 mit ca. 30 unserer Stammesmitglieder ab auf's Pfingstlager, diesmal etwas weiter weg, nach Bayern auf den Lagerplatz "Sauloch" in die Nähe von Coburg. Mit etwas gemischten Gefühlen, ob der Platz wohl seinen Namen alle Ehre erweisen wird, trafen wir uns wie gewohnt am Freitag um 15:00 Uhr am alten Bahnhof, um das Material und das Gepäck gut zu verstauen. Nach einer Stunde hieß es dann endlich: "Alleman einsteigen!" Den Hinterbliebenen noch schnell gewunken und die Teilnehmerzahl überprüft. Alles da? Dann kann's ja losgehen......
Nach einer 6 stündigen mehr oder weniger fließenden Fahrt kamen wir gegen 22:00 Uhr in einer Sackgasse des kleinen Dörfchen, an dem der Platz lag, an. Unser Hänger wurde vom Bus gelöst, der daraufhin gleich wieder davonbrauste. Doch was nun? Grübeln, Unruhen, Beratung, denn das, womit wir am wenigsten gerechnet haben, ist geschehen: Wir hatten die Jurten vergessen. Wir beschlossen, die Sipplinge erst einmal auf den etwas entfernten, mit Wald umgebenen Platz zu bringen. Dort passten einige auf die Rucksäcke auf, machten schon einmal die Umgebung unsicher oder suchten sich einen schönen Platz für ihre Kohte. Der Rest machte sich wieder auf den Weg nach unten, um das restliche Material zu holen. Es war mittlerweile nach elf und die Sipplinge bekamen Hunger. Also setzten sich einige ältere kurzfristig mit ihnen in einen Essenskreis. Aber dann war es endlich so weit, alles nötige für diese Nacht war oben. Alles ging jetzt ratz fatz, die Kohten standen alle und wenig später lagen alle wie Steine in ihren Schlafsäcken.
Am nächsten Morgen wurden wir sehr unsanft geweckt, denn es regnete in Strömen. Programm an diesem Tag war vor allem der Aufbau der mittlerweile eingetroffene Gemeinschafts- und Küchenjurte. Durchnässt von oben bis unten waren wir froh, dass es auf dem Weg zum Dorf ein kleines Häuschen gab, in den wir nicht nur Essen sondern auch die Sipplinge unterhalten konnten. Noch etwas weiter nach unten befanden sich die sanitären Anlagen. Den restlichen Tag verbrachten wir mit Erkundungen der schönen Gegend, Zelte einräumen und kleineren Spielchen. Nach ein bis 2 Stunden hatten wir so ziemlich alle Energizer durch. Doch Jan-Daniel war voller Ideen und so schnappte er sich 2 Sipplinge und führte Zaubertricks vor.
Am Sonntag morgen gingen wir in das eineinhalb Stunden entfernte Nachbarörtchen, wo wir einer schönen alten Kirche einen Besuch abstatteten. Im Gottesdienst wurden wir sogar vor der Gemeinde vom Pfarrer als Gäste aus Hessen namentlich erwähnt und begrüßt.
Die folgenden Tage schmückten wir mit kleinen und großen Spielen aus. Vom ständigen Regen ließen wir uns natürlich nicht die Laune verderben und so gingen wir trotzdem voller Elan an Björns Rittergeländespiel. Mehrere Gruppen wurden gebildet in den es Barden, Magier, Ritter und Pferde gab, die im laufe des Spiels ihre speziellen Fähigkeiten auffrischen oder wiedererlernen konnten. Oli und Aless gaben als Belinda und ihr Reiter bzw. Ritter der Kokosnuss das perfekte Paar ab. Während 3 Disziplinen mussten die Gruppen ihre erlernten Fähigkeiten in Form von Vorstellung der Gruppe (Barde) und den Umgang mit Pferd, Lanze und Schwert (Reiter und Pferd) unter Beweis stellen. Ein Vortrag war lustiger als der andere und als die Ritter mit ihren Lanzen Reifen aufspießen sollten, sind alle Pferde nacheinander hingeflogen.
So ging auch dieses Lager leider wieder dem Ende zu. Doch am Abschlussabend hatten wir noch einmal 2 gute Gründe ein letztes mal so richtig in die Saiten zu schlagen. Denn Manuel und Björn waren unsere strahlenden Geburtstagskinder. Und ab 20 lässt die Kraft in den Fingern für die Gitarre bekanntlich nach, gelle Björn?
Sich noch mal aufs Ohr zulegen, brachte nicht mehr viel, denn ab 6 Uhr hieß es "Aufstehen!" Und so machten einige ältere von uns mit lustigen Späßen die Nacht durch und fingen schon im Morgengrauen an, die Kohten über den Schlafenden abzubauen.
Jessi und Babsi