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Vor allem die weichen Kriterien (schön gelegen) sind wichtiger, als man denkt. Der Lagerplatz trägt sehr viel zur Atmosphäre des ganzen Lagers bei!
Auch ist es wohl besser, romantischer, abenteuerlicher, alleine (oder mit einem Stamm, den man sich ausgesucht hat) auf einem Platz im Wald zu sitzen, als auf einem Großlagerplatz (Paradebeispiele: Westernohe oder Brexbachtal zu Pfingsten).
Als erstes würde ich empfehlen gute Lagerplätze zu nehmen, die man von irgendwo kennt. Klar, nicht immer denselben, aber nach 3-4 Jahren kann man recyclen. Dabei sind Reinfälle ausgeschlossen.
Fast genauso sicher, aber mit mehr Angebot, ist es andere Stämme ( z.B. in der Region) oder andere Pfadis/Bündische nach Tips zu fragen. Wenn man weiß, daß die auf gleicher Wellenlänge liegen, weiß man auch, daß sie ungefähr gleiche Ansprüche an einen Platz haben. So kommt man auf viele gute neue Ideen von Plätzen, von denen man auch weiß, daß sie taugen. (Wer etwas gutes nicht abguckt, ist selbst schuld!)
Führt dies beides nicht zum Ziel und/oder sucht man einen Platz gezielt da und da, so gibt es viele Lagerplatzverzeichnisse, sowohl online, als auch gedruckt. Letztere gibt es z.B. beim Rüsthaus (F&F der DPSG) »www.ruesthaus.de "Zeltplätze für Gruppen" oder bei F&F »www.fahrtenbedarf.de als CD-Rom "GrukiD für Windows".
Online gibt es »www.lagerplatz.de oder das Where-to-stay-Europe »www.scout.org/europe/wtsie/ .
Auch ein guter Anlaufpunkt sind die örtlichen oder überregionalen Pfadfinder (Suchen über Google oder Mail (ggf. auf Englisch) an den jeweiligen nationalen Verband (findet man über »www.scout.org )). Ein anderer Anlaufpunkt ist die jeweilige Gemeinde, v.a. die politische, aber den Pfarrer fragen kann auch nicht schaden
Hat man dann irgendeinen Platz in der Ferne als Adresse (niemand hat ihn je gesehen) gefunden, so gilt es kritisch zu sein. Zum einen fragt man obige Kriterien mal den Platzwart. Aber natürlich findet man so nicht heraus, ob der Platz schön ist.
Am besten ist natürlich eine Vorfahrt. (Trivial.) Aber oft geht das ja nicht:
Hilfreich zur Fernbewertung sind natürlich weitwinklige Fotos (Webseite?), aber auch sehr interessant ist eine Karte von der Umgebung. Wenn der Kerl Ahnung hat, kann man sich das Kartenblatt (1:50000) und die Koordinaten nennen lassen. Das (wir haben das damals in Schottland so gemacht) hilft sehr weit. Hochspannungsleitungen und Autobahnen sind allemal darauf. Ein größerer Maßstab hilft auch noch, aber weniger. Mittlerweile gibt es auch viel Kartenmaterial im Internet. Allererster Startpunkt kann aber auch der Atlas sein.
Man sollte sich fragen: Welche Landschaft, welche Bevökerungsdichte? Wenn die Karte genau genug ist, natürlich, wie liegt der Platz genau.
Lars Dohse